Am 08. Oktober 2018 hat Microsoft mit "Project xCloud" seinen eigenen Streaming-Service angekündigt. Damit sollt ihr in Zukunft Spiele unabhängig von eurem Gerät spielen können, ihr müsst also nicht zwingend einen PC oder eine Konsole besitzen, um zu zocken.

In einem Blog-Beitrag beschreibt der Software-Gigant, wie sie Spieler darin bestärken wollen, auf dem Gerät ihrer Wahl zu spielen. Die Kompatibilität mit existierenden Xbox-Games besteht schon und wird für zukünftige Spiele automatisch gewährleistet sein. Genauso soll es den Entwicklern "ohne zusätzlichen Aufwand" möglich sein, ihre Spiele über Project xCloud auf allen Geräten zur Verfügung zu stellen.

Zur Berechnung sind Server-Zentren mit Microsofts Azure Cloud-Architektur zuständig, die auf der ganzen Welt verteilt sind. Diese sollen die Grafik der Spiele berechnen und die fertigen Bilder dann übers Internet zum Spieler schicken. Der Spieler schickt wiederum seinen Controller- oder Touch-Input an den Server zurück, der diesen verarbeitet und neue Bilder berechnet. Nutzer des Dienstes sind also auf eine gute Internetleitung angewiesen.

Öffentliche Testphase für 2019 geplant

Bei dem ganzen Hin- und Herschicken der Daten entsteht also zwangsläufig eine gewisse Verzögerung. Microsoft verspricht allerdings, dass sie an einer Lösung des Problem arbeiten, um diese Latenz so gering wie möglich zu halten. Zur Optimierung soll daher nächstes Jahr eine öffentliche Testphase starten.

Aktuell testet Microsoft Project xCloud bereits intern auf Smartphones und Tablets. Die sind dabei per Bluetooth mit einem Xbox-Controller verbunden, man kann die Spiele aber auch ohne bedienen. Dafür entwickelt Microsoft ein neues Input-System für Touchscreens, das auch das Spielen von komplexen Titeln ohne Controller oder andere externe Eingabegeräte ermöglichen soll.

Die wichtigsten Infos zu Microsoft

Microsoft hat auf der E3 2018 den Kauf von vier Studios bekannt gegeben und ein fünftes gegründet, um das exklusive-Line-Up zu stärken.

 

Über den Autor: Marcel Lasaj ist Praktikant bei IGN. Ihr könnt ihm auf Twitter und Instagram folgen: @thewirv.