Schon seit elf Jahren reist Captain Toad durch die Welt und sucht nach wertvollen Schätzen. Damals half er dem bärtigen Klempner bei der Sternensuche in Super Mario Galaxy und in Super Mario 3D World konnten Spieler erstmals in die Rolle des Pilzkopfs schlüpfen.

Mit Captain Toad: Treasure Tracker bekam er sein eigenes Spiel und wurde zur Hauptfigur. Obwohl der kleine Abenteurer wegen seinem schweren Rucksack nicht hüpfen kann, schafft er trotzdem den Sprung von der WiiU auf die Nintendo Switch und landet mit Bravour auf der Hybridkonsole.

Thank you Toad, but Toadette is in another castle!

Auf einer Entdeckungsreise finden Captain Toad und Toadette einen goldenen Stern, doch dann taucht plötzlich der fiese Vogel Wingo auf und stiehlt den Schatz. Da die Freundin des Pilzkopfs den Stern nicht loslässt, wird sie von Wingo weggetragen. So begibt sich Captain Toad auf die Rettungsmission.

Mehr Rätselspaß als gedacht

Das Rätselspiel fällt viel umfangreicher aus als ursprünglich erwartet. Nach 18 Levels laufen die Credits schon über den Bildschirm, aber das war erst Kapitel Eins. Zusammen mit den anderen beiden Kapiteln und den Bonus-Levels sind es insgesamt 82 Rätsel, die es zu lösen gilt.

Dabei sind pro Gebiet je drei Diamanten versteckt, die ihr braucht, um neue Levels freizuschalten. Da die Schätze nicht allzu schwer versteckt sind, solltet ihr keine Probleme dabei haben, weiterzukommen. Immer nur einen Diamanten einzusammeln, reicht auf Dauer aber nicht aus.

Nach Abschluß des Rätsels schaltet ihr auch eine extra Herausforderung frei, in der ihr im Level einen Pixel-Toad finden müsst. Außerdem gibt es besondere Bedingungen, bei denen ihr alle Gegner besiegen oder den versteckten Gold-Pilz finden sollt. Mit diesen optionalen Herausforderungen dürften Sammler ihren Spaß haben.

Neue Inhalte, aber genauso viele Levels

Mit der Switch-Version könnt ihr auch vier Levels besuchen, die an Super Mario Odyssey angelehnt sind. Im Gegenzug dafür wurden aber vier Rätsel aus Super Mario 3D World entfernt. Es fehlen also Inhalte aus der WiiU-Version. Warum man die Levels nicht einfach hinzugefügt hat, bleibt ein Rätsel, das auch Captain Toad nicht lösen kann. So haben beide Versionen die gleiche Anzahl an Levels.

Weniger Springen, mehr Denken

Genauso wie in den Minispielen aus Super Mario 3D World muss Captain Toad sich seinen Weg zum goldenen Stern frei knobeln. Der kleine Pilzkopf ist aber lange nicht so mobil wie der bärtige Klempner und dementsprechend unterscheiden sich die Rätsel im Vergleich zu klassischen Mario-Spielen.

So dreht ihr Plattformen mit dem Touchscreen, betätigt Schalter, weicht Gegnern aus oder bewerft sie mit Rüben, um euren Weg freizumachen. Die Levels sind dabei angenehm kurz und eignen sich super für die Hybridkonsole. So könnt ihr mal eben in der Bahn das nächste Rätsel lösen oder den Pixel-Toad suchen. An den Rätseln beißt man sich zwar nicht die Zähne aus, aber unterhaltsam sind sie allemal.

Im Koop hat nicht jeder Spaß

Mit der Switch-Version könnt ihr sogar im Koop spielen, aber ähnlich wie in Super Mario Galaxy übernimmt Spieler Zwei keine echte Figur. Stattdessen ist er nur eine Unterstützung für Captain Toad. Euer Freund kann lediglich Rüben schießen und damit Gegner besiegen. Koop-Spaß sieht anders aus.

Zumal die Gegner selbst nicht wirklich schwierig sind: Zur Not reicht das Tippen auf dem Touchscreen, um eure Feinde kurzzeitig zu lähmen und ihnen auszuweichen. In Captain Toad: Treasure Tracker geht es eben ums Knobeln, nicht ums Kämpfen.